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Gotha
Gotha wurde erstmals im Jahre 775 urkundlich
erwähnt und erhielt bereits im 12. Jahrhundert
das Stadtrecht.
Dass Gotha mehr zu bieten hat, als Reiseführer
und Journale oft wiedergeben, können Besucher
der alten Residenzstadt immer wieder mit großem
Erstaunen feststellen.
Ihre überaus interessante Geschichte ist
gespickt mit großen Namen und historischen
Leistungen. War Gotha im Mittelalter bereits ein
bedeutendes Handelszentrum, später z.B. mit der
ersten deutschen Schulordnung oft seiner Zeit
voraus, galt es vor allem im 18. und 19.
Jahrhundert als „Stadt der Naturwissenschaften
und der Künste“.
Sie wurde weltweit berühmt durch den legendären
„Gothaer Adelskalender - der “Gotha“, den
erstmals 1763 verlegten „Who is Who“ der
Blaublütigen, der ab 1785 im neu gegründeten
Verlag Justus Perthes erschien.
Durch die kluge Heiratspolitik ist das Haus
Sachsen-Coburg-Gotha unter anderem in direkter
Linie mit dem englischen Königshaus, den
Romanows, den Hohenzollern, der bulgarischen
Zarenfamilie und dem schwedischen und belgischen
Königshaus verwandt. Von 1837 bis 1901 dauerte
die über 63 –jährige Regentschaft der Queen
Victoria über das britische Weltreich, Tochter
der gleichnamigen Prinzessin aus dem Hause
Sachsen-Coburg -Gotha und des Herzogs Eduard von
Kent. Summa summarum brachte das Haus im Laufe
seiner Geschichte einen Zaren, eine Zarin, einen
Kaiser, zwei Kaiserinnen, 24 Könige und elf
Königinnen hervor…
Sankt Gothardus
Godehard, der einstige Abt von Bad Hersfeld und
spätere Bischof von Hildesheim wurde fast ein
Jahrhundert nach seinem Tod heilig gesprochen.
Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts wurde Sankt
Gothardus auf den Siegeln der Stadt Gotha
geführt. Noch heute ziert Sankt Gothardus mit
dem Krummstab in der rechten und der Bibel in
der linken Hand das Gothaer Stadtwappen.
Sankt Gothardus wurde am 05. Mai 1038
beigesetzt. Aus Anlass der Beisetzung feiert die
Stadt Gotha immer am ersten Maiwochenende ein
Kulturfest mit historischem Bezug zu Ehren des
Schutzpatrons der Stadt.
Das Gothardusfest
Erstmals 1992 / 93 etablierte sich am 5. Mai
wieder der traditionelle Lichterlauf mit der
Gothaer Altschützengesellschaft 1442 e.V. und
knüpfte damit an deren Jahrhunderte alte
Tradition. Heute gehört er mit St. Gothardus an
der Spitze ebenso wie der Gothardusmarkt, 1995
als kleiner, feiner Handwerkermarkt auf dem
Buttermarkt begonnen, zu traditionellen
Elementen des mittlerweile dreitägigen Festes.
Es findet in der Regel am ersten Maiwochenende,
also um den 5. Mai herum, statt.
Weitere Traditionen haben sich herausgebildet,
wie das Lichterfest mit Höhenfeuerwerk im
Anschluss an den Lichterlauf am Freitag Abend,
der historische Festumzug und die Zeremonie mit
St. Gothardus und dem Landgrafen Balthasar zur
Saisoneröffnung an der Wasserkunst am Samstag
Nachmittag sowie das Preisrätsel zur
Stadtgeschichte, das am Sonntag öffentlich
ausgewertet wird. Seit zwei Jahren gehört auch
das klassische Musikfeuerwerk an der Wasserkunst
dazu.
Tausende Besucher aus Nah und Fern zieht es
mittlerweile in den Bann.
(siehe auch „Gothardusfest - das Stadtfest“)
Bisherige Termine und das jeweilige Motto des
Gothardusfestes:
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4.5. |
- 5.5.1996 |
„Die größte Thüringer Bierstraße“ |
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2.5. |
- 4.5.1997 |
„Alt Gotha - unsere Stadt und ihre Bürger“ |
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1.5. |
- 3.5.1998 |
„Historische Liebespaare“ |
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30. 4. |
- 2.5.1999 |
„Gotha- das Weimar der Naturwissenschaften“
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5.5. |
- 7.5.2000 |
„Gotha im Wandel der Jahrhunderte“ |
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4.5. |
- 6.5.2001 |
„Ernst der Fromme und das Gothaer Land“ |
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3.5. |
- 5.5.2002 |
„Vom Grimmenstein zum Friedenstein - Gotha
gestern u. heute“ |
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2.5. |
- 4.5.2003 |
Gothaer Originale – Helden und Halunken“ |
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30.4. |
- 2.5.2004 |
„In Gotha brennt`s…“ |
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6.5. |
- 8.5.2005 |
„Gotha feiert F(feste)“ |
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28.4. |
- 30.4.2006 |
„Goth´sche Geschichten aus Stadt und Land“ |
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4.5. |
-
6.5.2007 |
„Blaues Blut, Roter Hahn und Grüne Gärten“ |
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2.5. |
-
4.5.2008 |
„Europa kommt nach Gotha“ |
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30.04. |
-
2.5.2009 |
„Gotha zieht an“ |
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